Das Unternehmen Ehlers - Ein geschichtlicher Rückblick

Vor 1896
Wilhelm Ehlers, geboren 1866 in Zarrentin in Mecklenburg, kam als gelernter Bäckermeister über Wismar, Rostock, Hamburg als „Wanderbursche“, wie es damals üblich war, nach Bispingen zur Bäckerei Harms (heute Schwabe). Ausschlaggebend war die Tatsache, dass an all den anderen Stellen nur nachts gebacken wurde. Hier in der Heide begann man zwar früh, aber man backte bis in die Morgenstunden. Damit war sicher gestellt, dass er auch seiner Leidenschaft, der Jagd, nachgehen konnte.

Etwa 1896
Etwa 1896 (genaue Daten lassen sich nicht ergründen) übernahm Wilhelm Ehlers in Bispingen die Bäckerei Carstens.
Er heiratete Katharina geb. Riekmann aus Bispingen und sie hatten 6 Kinder.

 

1906
Als Bäcker Carstens zurück aus Amerika kam, machte dieser Herrn Ehlers das Angebot, die Bäckerei zurück zu erwerben, oder er wolle im Ort Hützel neu bauen. Wilhelm Ehlers verkaufte ihm die Bäckerei. Er baute selbst in Hützel und eröffnete eine Bäckerei mit Lebensmitteln. Dies geschah vor 100 Jahren im Jahre 1906.
Das neu erbaute Haus hatte die Hausnummer 32, d.h. für die Bewohner von 32 Häusern lohnte sich bereits eine Bäckerei.
Als weitere Erwerbsquelle diente eine kleine Landwirtschaft. 2 Pferde, 2 Kühe und Schweine waren im Nebengebäude untergebracht. So geschah es auch schon einmal, dass ein Schild an der Ladentür hing: “Sind auf dem Felde und gegen 17.00 Uhr zurück“.
Die Pferde zogen auch einen Brot-Verkaufswagen der in den umliegenden Orten eingesetzt wurde, bis hin nach Rehrhof und Wilsede.

Wilhelm Ehlers verstarb 92-jährig im Jahre 1958.

 


1931
Nach 25 Jahren, 1931, übernahm der älteste Sohn, Wilhelm Ehlers jun., geboren 1899, das Geschäft. Er war verheiratet mit Luise geb. Stuthmann aus Sodersdorf und sie hatten 3 Kinder. Er erweiterte Haus und Geschäft, um mehr Gemischtwarensortimente aufzunehmen.

1950
Anfang der 50er Jahre wurde ein damals moderner Laden, mit Verkaufsmöbeln handwerklich hergestellt von einem Tischler, auf      90 qm errichtet und die Bäckerei neu installiert.
Auf dieser Fläche verkaufte man Backwaren, Lebensmittel, Haushaltsartikel, Draht- und Eisenwaren, Öfen und Herde und installierte vor Weihnachten im Privatraum eine Spielwarenausstellung.

 

1955
1955 verstarb Wilhelm Ehlers jun. plötzlich und es fehlten nunmehr die kreativen Ideen, die der Firma ihren Aufschwung gegeben haben. Die Ehefrau Luise führte das Geschäft mit zwei Brüdern des Verstorbenen weiter.

1960
Am 01.01.1960 übergab Luise Ehlers ihrem 23-jährigen Sohn, Bäckermeister und Kaufmann Carl-Wilhelm Ehlers, die Firma.
Geboren 1937, musste er schon früh Verantwortung übernehmen. Dies tat er zusammen mit seiner Ehefrau Ingrid geb. Rieckmann aus Bispingen. Sie haben zwei Söhne, Ralf und Dirk. Zu diesem Zeitpunkt gab es im damaligen Kirchspiel, der heutigen Gemeinde, 18 Lebensmittel-Verkaufsstellen.

1965
Bereits 1965 vergrößerte er Haus und Geschäft und betrieb nach dem Umbau den ersten SB-Markt in der Region auf damals „enormen“ 200 qm.


1974
Zur Zeit der Gebietsreform drängte es Ehlers in den Hauptort Bispingen. Dort eröffnete er 1975 einen Edeka Markt auf 320 qm, der im Laufe der Zeit mehrfach vergrößert wurde, bis zum letzten Anbau 2002 auf nunmehr 1.400 qm inkl. Getränkemarkt.

1994
1994 trat Sohn Ralf-Wilhelm Ehlers in 4. Generation als Prokurist in die Firma ein.
Dieser gründete 1997 eine eigene Firma und übernahm den Neukauf Markt in Fallingbostel.

2000
2000 folgten die Märkte in Hermannsburg und Faßberg.

2003
Am 01.01.2003 übergab Carl-Wilhelm Ehlers 65-jährig den Markt in Bispingen an seinen Sohn Ralf.

2003
2003 ging mit dem Markt in Schneverdingen der 5. Neukauf Markt ans Netz.

2009
Im April zieht der Markt in Hermannsburg um in die Celler Strasse 18. Das neue Gebäude hat jetzt eine Verkaufsfläche von 1500qm.

2013
Der Markt in Bispingen bekommt ebenfalls ein neues Gebäude. Auf stolzen 1700qm präsentiert sich ein außergewöhnliches Sortiment in einem modernen Markt.